19.07.2011
Langzeittest: E10 für untaugliche Autos weniger gefährlich als bisher vermutet

Der Biosprit E10 ist möglicherweise für E10-untaugliche Autos weniger gefährlich als bisher vermutet. Dies zeigt ein Langzeitversuch des ADAC mit einem Opel Signum 2.2 direct. Mehr als 16000 Kilometer hat der vom Hersteller ausdrücklich als E10-untauglich ausgewiesene Kombi ohne negativen Folgen mit dem neuen Biokraftstoff überstanden. Eine Inspektion des Kraftstoffsystems ergab keinen Hinweis auf die befürchtete Ethanolkorrosion.
Trotz des Zwischenresultats dieser Langzeituntersuchung bleibt Opel bei seiner Empfehlung im Falle einer Fehlbetankung mit E10: Laut Hersteller muss das Fahrzeug abgeschleppt und der ungeeignete Kraftstoff sofort und vollständig aus dem Tank entfernt werden. Zudem soll eine Opel-Werkstatt die Hochdruckkraftstoffpumpe und andere Teile des Motorsystems überprüfen.
Laut ADAC sollten die Fahrzeughersteller ihre Empfehlungen bei Fehlbetankungen mit E10, die häufig in einem aufwendigen und kostspieligen Werkstattaufenthalt münden, überprüfen. Im Gegensatz zu Opel sehen Ford und Mercedes Benz kein Problem bei einer einmaligen Fehlbetankung ihrer Modelle, die nicht für E10 freigegeben sind. Sie raten in diesem Fall aber baldmöglichst ethanolarmen Kraftstoff nachzutanken. Der ADAC empfiehlt in jedem Fall, die verbindlichen Angaben der Hersteller zu befolgen.
Quelle: Musmann direct Ausgabe 5 / Juli 2011
21.06.2011
Heizölverbrauch sank um mehr als die Hälfte

- Einen Großteil der Energieeinsparung erwirtschaftet die neue Öl-Brennwertheizung mit eingebundener Solarwärmeanlage. Die von der Sonne und vom Brennwertgerät erzeugte Wärme wird in einem 800-Liter-peicher bevorratet.
Auch in Häusern, die bereits nach den Vorschriften der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977 errichtet wurden, steckt ein beachtliches Energieeinsparpotenzial. Das zeigt sich am Beispiel eines 31 Jahre alten Einfamilienhauses im hessischen Rauschenberg. Nach der energetischen Sanierung sank der Heizölbedarf von früher zwölf auf nur noch fünf Liter pro Quadratmeter und Jahr. Effiziente Brennwerttechnik im Verbund mit Solarthermie und verbesserter Wärmeschutz brachten das Haus des Bau-jahres 1980 auf das energetische Niveau eines vergleichbaren Neubaus.
Der Primärenergiebedarf fiel um mehr als die Hälfte auf 65 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter und Jahr. Damit unterschreitet das Gebäude die Anforderungen des „KfW-Effizienzhauses 100“. Einen Großteil der Energieeinsparung erwirtschaftet die neue Öl-Brennwertheizung mit eingebundener Solarwärmeanlage. Das neu installierte Brennwertgerät hat einen 30 Jahre alten Heizkessel abgelöst. Die von den beiden insgesamt zehn Quadratmeter großen Solarkollektoren aufgefangene Sonnenwärme wird zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung genutzt. Parallel zur Heizungserneuerung wurde der Wärmeschutz des Hauses verbessert – überwiegend in Eigenleistung. Die Außenwände erhielten eine zusätzliche Wärmeisolierung aus dem Naturdämmstoff Hanf, die obersten Geschoss- und die Kellerdecken wurden mit Hartschaumplatten gedämmt. Außerdem wurden Fenster mit Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung eingesetzt.
Obwohl nach der Sanierung das Volumen der Tankanlage auf 4.000 Liter halbiert wurde, kann der Heizölbedarf für zwei Jahre bevorratet werden. Das ermöglicht einen flexiblen Energieeinkauf, Preisschwankungen nach oben können leichter überbrückt werden. Insgesamt konnten die Modernisierer 14.000 Euro Fördergelder in An-spruch nehmen, fast 6.000 Euro davon aus der „Aktion Energie-Gewinner“. Mit diesem Modernisierungswettbewerb unterstützt das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) vorbildliche energetische Sanierungen. Die Fördersumme richtet sich einzig nach der erzielten Einsparung an Primärenergie.
Mehr unter www.oelheizung.info/energiegewinner
IWO, 2011
21.06.2011
Moderne Heiztechnik senkt dauerhaft Energieverbrauch

- Die Erneuerung der Heizung ist keine große Sache und zahlt sich innerhalb weniger Jahre aus. Gegenüber älteren Standardheizkesseln verbrauchen Brennwertgeräte bis zu 30 Prozent weniger Heizöl.
Veraltete Heizkessel haben im vergangenen Winter in Millionen von Haushalten die Heizkosten unnötig in die Höhe getrieben. Weil in alten Kesseln rund ein Drittel der eingesetzten Energie wirkungslos verpufft. Das schlägt bei gestiegenen Energiepreisen umso gravierender zu Buche. Der Energiespartipp für Besitzer veralteter Heizkessel lautet deshalb: Ersetzen Sie den Energieverschwender durch ein effizientes Brennwertgerät!
Moderne Brennwertheizungen senken dauerhaft den Verbrauch und dämpfen damit steigende Energiekosten. Wird ein veralteter Standardkessel beispielsweise durch ein modernes Öl-Brennwertgerät ersetzt, verringert sich der Heizölverbrauch um bis zu 30 Prozent. Denn ein Brennwertgerät wandelt die eingesetzte Energie nahezu vollständig in reine Nutzwärme um. Technisch veraltete Heizkessel hingegen nutzen oftmals nur 65 bis 70 Prozent. Unterm Strich zahlt sich die Anschaffung einer sparsamen Öl-Brennwertheizung über die laufende Energieersparnis in wenigen Jahren aus. Wer zusätzlich die kostenlose Sonnenwärme zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung nutzen möchte, kann die Brennwertheizung mit einer Solaranlage kombinieren.
Die Sommerpause der Heizung ist ein günstiger Zeitpunkt für eine Heizungserneuerung. Wenngleich ein Kesselaustausch ohnehin kein großer Akt ist. Die Installationsarbeiten sind üblicherweise nach eineinhalb bis zwei Tagen erledigt. Und Warmwasser steht zumeist schon am ersten Tag wieder zur Verfügung.
Einen ausgewiesenen Fachhandwerker für Ölheiztechnik in der Nähe ihres Wohnortes finden Modernisierungsinteressenten unter „Expertensuche" im Internet-Ratgeber www.oelheizung.info. Unter derselben Webadresse bietet das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) auch eine Übersicht aller individuell in Frage kommenden staatlichen Fördermittel für eine Heizungsmodernisierung und andere energetische Sanierungsmaßnahmen. Berücksichtigt werden dabei nicht nur Bundes- und Landesprogramme, sondern auch Fördermöglichkeiten von Landkreisen und Kommunen.
In wenigen Schritten zur sparsamen Öl-Solar-Heizung
• Die Handwerker bauen den alten Kessel aus und entsorgen ihn.
• In den vorhandenen Schornstein wird ein Luft-Abgas-System aus Kunststoff eingezogen.
• Der neue Brennwertkessel wird aufgestellt und an das Abgassystem angeschlossen.
• Der neue Kessel und alle anderen nötigen Komponenten wie beispielsweise eine Umwälzpumpe werden in das bestehende System aus Heizkörpern und Leitungen eingebunden.
• Die Solarkollektoren werden auf dem Dach montiert. Die Vor- und Rücklaufleitungen der Solaranlage werden verlegt.
• Der großvolumige Pufferspeicher wird aufgestellt und mit Solaranlage und Heizkessel verbunden.
• Die Warmwasserleitungen werden gedämmt und die Regelungstechnik aktiviert.
• Der hydraulische Abgleich stellt abschließend sicher, dass die neue Heizanlage optimal arbeitet und jeder Heizkörper mit der erforderlichen Heizwassermenge versorgt wird.
IWO, 2011
21.06.2011
Effiziente Öltechnik mit erneuerbaren Energien

Die konsequente Ausschöpfung der Effizienzreserven im Gebäudebereich ist eine maßgebliche Voraussetzung zum Erreichen klimapolitischer Ziele. Effizienzsteigerung gilt aber auch „als Schlüssel, um wirtschaftlich vernünftig einen hohen Anteil an erneuerbaren Energien zu erreichen.“ So steht es im Sechs-Punkte-Programm von Bundeswirtschafts- und -umweltministerium für eine beschleunigte Energiewende in Deutschland. Hoch effiziente Brennwerttechnik kombiniert mit verschiedenen erneuerbaren Energieträgern ist eine Lösung für eine klimaschonende und wirtschaftliche Wärmeversorgung. Auf der weltgrößten Fachmesse für Heizungstechnik, der ISH in Frankfurt, wurden solche Hybrid-Heizungen als zukunftsweisende Systeme insbesondere für Ein-und Zweifamilienhäuser vorgestell.
Bei einer Hybrid-Heizung wird die Wärmeversorgung eines Gebäudes nicht mehr allein von einem Energieträger übernommen, sondern auf mehrere Säulen verteilt. Damit bieten Hybrid-Heizungen mehr Unabhängigkeit bei der Energieversorgung gegenüber Heizsystemen, die nur auf einen Brennstoff ausgelegt sind. Kombiniert werden kann die Brennwertanlage beispielsweise mit Solarthermie und einem wasserführenden Holzkaminofen. Der beheizt in dieser Konstellation nicht nur den Raum, in dem er aufgestellt ist, sondern über die Zentralheizung auch das gesamte Gebäude. Der Anteil erneuerbarer Energien kann durch die Verwendung von Bioheizöl weiter erhöht werden.
Eine Hybrid-Heizung kann auch schrittweise installiert werden. Zentrales Element ist ein großvolumiger Warm wasser-Pufferspeicher, in dem die Wärme der eingekoppelten Energiequellen bevorratet wird. Wer also eine Brennwertanlage in mehreren Schritten zur multivalenten Heizung ausbauen möchte, sollte von Anfang an einen Warmwasserspeicher mit einem Volumen zwischen etwa 500 und 1000 Litern vorsehen. Öl-Brennwertgeräte eignen sich ideal für Hybrid-Heizsysteme. Denn im Heizöltank steht ein Energieträger zur Verfügung, der flexibel und zuverlässig die Wärmeversorgung übernehmen kann, wenn die erneuerbaren Energien nicht ausreichend Wärme liefern. Der Tank wird so zum Langzeit-Energiespeicher. Und zwar ohne aufwendige und kostspielige Infrastruktur, wie sie für leitungsgebundene Heizsysteme benötigt wird.
IWO, 2011



